Die Decke des Kirchenschiffs schwebt über dem Glasgürtel

Das verglaste Band und die schwebende Decke des Kirchenschiffs sind ein wichtiges architektonisches Element, das das äußere Erscheinungsbild prägt und die helle Atmosphäre des Innenraums mit schlanken Linien des Sonnenlichts ergänzt. Wichtig für das architektonische Konzept, das ungewöhnliche technische Lösungen erforderte, war der vollständige Verzicht auf Rahmen, Verglasung und tragende Säulen der Decke.

Die Decke des Kirchenschiffs schwebt über dem Glasgürtel

Das verglaste Band und die schwebende Decke des Kirchenschiffs sind ein wichtiges architektonisches Element, das das äußere Erscheinungsbild prägt und die helle Atmosphäre des Innenraums mit schlanken Linien des Sonnenlichts ergänzt. Wichtig für das architektonische Konzept, das ungewöhnliche technische Lösungen erforderte, war der vollständige Verzicht auf Rahmen, Verglasung und tragende Säulen der Decke.

 

 

 

 

 

 

 

Die Überdachung des Kirchenschiffs wird von filigranen Stahlsäulen getragen, die über eine große Spannweite mit poliertem Edelstahlblech verkleidet sind. Sie sind mit den Stahlbetonwänden durch eine starre Bewehrung aus HEB-Walzprofilen mit Kupplungsstiften und mit der Deckenplatte durch massive, verdeckte Kapitelle, ebenfalls aus Walzprofilen, verbunden. Das Tragwerksprogramm wurde durch die Dachentwässerungsrohre erschwert, die innerhalb der Tragkonstruktion verlegt werden mussten, da es keine Untersichten gab und die Decken- und Dachkonstruktion insgesamt sehr filigran war. Es besteht aus geschweißten Edelstahlrohren, die mit einer nicht absorbierenden Schall- und Wärmedämmung und einer Schutzfolie umwickelt sind. In der Deckenplatte musste die korrekte Höhe des Gefälles aufgrund der Durchbiegung und des Kriechens der Stahlbeton-Deckenplatte bestimmt werden, und die Abläufe werden innerhalb der tragenden Säulen und innerhalb der Stahlbetonwände der Kirche verlegt.

Die statische Auslegung der Verglasungsbänder aus vorgespanntem Wärmedämm-Isolierglas musste den zu erwartenden, relativ großen Ausdehnungsbewegungen der Deckenplatte und der Forderung nach vollständiger Entstörung der Rahmen Rechnung tragen. Diese wurden vollständig in den angrenzenden Strukturen verborgen, so dass nur die vertikalen Zementfugen zwischen den Scheiben sichtbar sind. Die verdeckten Rahmen bestehen aus Edelstahlprofilen mit einer unterbrochenen Wärmebrücke, mit der Möglichkeit der Heizung gegen Tau und einer Wanne zum Auffangen von eventuellem Kondensat am Boden. Bemerkenswert ist auch die Gestaltung der Verglasung aus gebogenem Glas am abgerundeten Ende des Kirchenschiffs.

Designentwurf: Ing. Arch. Jakub Žiška
HIP, Design der Konstruktion und der HVAC-Teile: Ing. Arch. Jakub Žiška – ATELIER Žiška, s.r.o.
Statik des Deckenprojekts: Ing. Milan Novotný
Auftragnehmer/Leiter des Verglasungsprojekts: Jan Forman, JOFO, s.r.o.
Konstruktionlösung / Projekt von Verglasung und Entwässerung: Jan Forman, Miroslav Koch, Ing. Štěpánka Lorencová – JOFO, s.r.o.